#Osten

2026-02-04

Die SZ zum Urteil gegen Maja T. in Budapest:
" Seit 1990 wurden in #Deutschland vier Menschen von #Linksextremisten getötet, aber fast 200 Menschen von #Rechtsextremisten. Linke und rechte Täter haben als Jugendliche oft die Untätigkeit von #Polizei und #Justiz bei #Neonazi Übergriffen vor allem im #Osten erlebt. Sie haben daraus Schlüsse gezogen: die #Linken, dass sie sich selbst wehren müssen. Die #Rechten, dass ihnen keiner Grenzen setzt. Das entschuldigt nichts, erklärt aber manches."

Stefan Müller :verified:stefanmuelller@climatejustice.social
2026-02-01

1/ Toll! Dieser Artikel enthält praktisch alles, was ich seit Jahren allen, die es hören wollen und den anderen auch, zu erklären versuche:

„Rechtsradikale Parteien hatten bis Ende der Neunzigerjahre im Westen deutlich höhere Stimmanteile als im Osten, wo straßenorientierte Jugendbewegungen eine wichtigere Rolle spielten. Die heutigen Wahlerfolge von rechtsautoritären Parteien lassen sich schon deshalb kaum auf vermeintlich verinnerlichte autoritäre DDR-Strukturen zurückführen. Sie sind aus meiner Perspektive gesellschaftlich viel eher als eine Folge des neoliberalen Umbaus des Staates sowie der anhaltenden Deklassierung von Ostdeutschen zu verstehen. Eine autoritarismustheoretische Deutung kann von diesen Problemen ablenken: Sie sucht zu sehr nach Erklärungen auf der Ebene der persönlichen Einstellungen und der familiären Dynamiken.“

„Vor allem in den autobiografischen und literarischen Schilderungen, die in diesem Kontext erschienen sind, dominieren deprimierende Blicke auf DDR-Familien. Sie erzählen von durch physische Gewalt und emotionale Vernachlässigung geprägten Kindheiten als Vorgeschichte des heutigen Rechtsrucks. Ines Geipel, die zu DDR-Zeiten eine Internatsoberschule für künftige Kader besuchte, führt in ihrem Erinnerungsbuch »Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass« letzteren auf die Schläge ihres brutalen Stasi-Vaters zurück. In Anne Rabes autobiografisch inspiriertem Roman »Die Möglichkeit von Glück« arbeitet die als sadistisch beschriebene Mutter als Erzieherin; in einer Szene zwingt sie ihr schreiendes Kind in eine Badewanne mit viel zu heißem Wasser. Solche Familiengeschichten gab es, sie sind jedoch keineswegs typisch für DDR-Familien, ebenso nicht für die von späteren Hooligans und Skinheads.“

„Dazu fällt eine weitere Schieflage auf: Die ostdeutschen Stimmen im Diskurs über die »Baseballschlägerjahre« stammen fast ausschließlich aus sehr staatsnahen Kontexten. Hier ließen sich noch weitere bekannte Autoren wie Manja Präkels und Daniel Schulz hinzufügen. Präkels erzählt in »Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß«, wie sehr die Protagonistin zu DDR-Zeiten ein Familienbesuch in der örtlichen Kaserne der Sowjetarmee begeisterte. Mehrere Familienmitglieder hatten lokale Führungspositionen in der SED inne. Schulz, der nach eigenen Angaben als Kind die »Armeerundschau« gelesen hat, schreibt in »Wir waren wie Brüder« , wie ihn als kleinen Jungen der Dolch und die Pistole seines Vaters beeindruckten. Dieser war Oberstleutnant der Nationalen Volksarmee.“

Genau! #AnneRabe, #InesGeipel, #PatricePotrous alles entweder selber rote Socken gewesen oder die Kinder von Funktionären. Ines Geipel ist nie selbst aus der SED ausgetreten. Sie wurde ausgeschlossen, als sie dann im Westen war.

„In ihren mehrheitlich proletarisch geprägten ostdeutschen Herkunftsfamilien gab es im Verhältnis übrigens deutlich weniger Ex-Nazis als im westdeutschen Bürgertum. Das Aufbegehren ostdeutscher Jugendlicher hatte deshalb eine andere Stoßrichtung als die studentische 68er-Revolte in Westdeutschland, die auch ein Aufbegehren der Jugend gegen die eigenen Nazi-Eltern war.
Die späteren Schläger waren keineswegs »saudumm« gewesen, sondern in der Regel sehr solide ausgebildet.
Antiautoritär galt im ostdeutschen Kontext dagegen nicht notwendigerweise als politisch links, da die autoritäre SED-Staatsführung sich selbst als sozialistisch verstand.

Fehlende elterliche Fürsorge oder familiäre Gewalt waren in meinem Untersuchungsfeld ebenfalls nicht der Radikalisierungsgrund, zumal das Niveau häuslicher Gewalt und die Zahl sexueller Übergriffe in Ostdeutschland auch insgesamt niedriger lagen als im Westen. Bildungsforscher führen diesen Befund auf den massiven Ausbau der staatlichen Kinderbetreuung in der DDR zurück.“

Habe ich ja auch ausführlich drüber geschrieben. Die Gewaltthese von Anne Rabe ist einfach Unfug.

„Daran kann rechtspopulistische Politik anknüpfen: Diese mobilisiert das »Volk« gegen die Eliten. So inszeniert sich die AfD mittlerweile erfolgreich als Stimme der »einfachen Leute« im Osten. Den Anklang, den diese Botschaft im Osten erfährt, kann man nicht mit autoritären Prägungen erklären: Rechte Gewalt ist kein »Schrei nach Liebe«, sie lässt sich weder auf einen Vaterkomplex noch auf zu heißes Badewasser zurückführen. Die weitverbreitete Staatsfeindschaft im Osten hat eine andere, bis weit in die DDR zurückreichende Geschichte und handfeste materielle Gründe. Sie zu ignorieren, heißt, den Rechtsruck mutwillig misszuverstehen.“

Ja. Und so kommt man zu dem Schluss, dass Menschen wie Ines Geipel und Anne Rabe letztendlich das Erstarken der AfD fördern:

1) Weil sie von den wahren Ursachen ablenken und dem Westen wohlfeile und entlastende Erklärungen liefern.

2) Weil sie zu einem Mediendiskurs beitragen, der viele Ossis nur wütend macht und die Kluft verstärkt. Die westdeutsch dominierten Leitmedien werden nicht mehr konsumiert. Dialog findet nicht statt.

spiegel.de/politik/rechtsextre

#Nazis #DDR #Osten

2026-01-30

@forum55plus

Ein #Verbot braucht es nicht.
Es ist ein #Denken !
Der #Osten ! Primär.

Jo Frahmjojoey
2026-01-30

"Wie umgehen mit AfD-Wählern im Osten? Die Schriftstellerin Juli Zeh hat im taz-Interview Antworten gegeben, die Katrin Göring-Eckardt ärgerten."
taz.de/Gruenen-Politikerin-ueb

2026-01-28

📚 Landtagswahlen 2026 könnten Deutschland verändern.

• 5 Landesparlamente werden neu gewählt (BW, RLP, SA, BE, MV).
• Wahlen im Osten könnten weitreichende Folgen haben.
• Fokus auf mögliche Veränderungen in der politischen Landschaft.

deutschlandfunk.de/landtagswah

#Landtagswahlen #Deutschland #Politik #Wahlen #Osten

2026-01-25

Mit fast 62 Prozent der Stimmen: #AfD-Politiker gewinnt Bürgermeisterwahl in #Sachsen

t-online.de/nachrichten/deutsc

Es bestärkt meine Ansicht über den #osten.

Nennt es überheblich.
Ich sehe, und DAS reicht mir!

In Erinnerung eines Beitrags von vor 22 Stunden:

"Für die kommenden #Wahlen im ( #tatort Unvernunft ) #Osten würde ich ein kurzfristiges  Beauftragen von #HeidelbergMaterials opportun halten."

Die können #Mauer.

2026-01-25

Kurzer Insiderbericht vom #UKH (Uniklinikum Halle (Saale))

Viele Fachkräfte, die ausländische Wurzeln haben, sind in den #Westen gegangen oder sind in Umzugsvorbereitung aus Angst vor der AfD.

Unter den deutschen Pflegerinnen und Pflegern gibt es einen AfD-Mob, der das Ganze befeuert. Nun beschweren sich genau diese deutschen Pflegerinnen und Pfleger, dass sie mehr Spät- und Nachtdienste leisten müssen. Wie blöd kann man sein?

Ich war voriges Jahr Patient und muss sagen, dass sich dort alle, egal welcher Herkunft, um mich sehr gut gekümmert haben.

#hallesaale #halle #sachsenanhalt #noafd #nazisraus #Osten #dielinke #krankenhaus #saalekreis #pruef

2026-01-24

Für die kommenden #Wahlen im #Osten würde ich ein kurzfristiges Beauftragen von #HeidelbergMaterials opportun halten.

2026-01-21

@stadt_land_erleben

Wer sich tatsächlich Schuld mangels Erinnern auf sich lädt, ist der #Osten.
40 % plus .

Nix gelernt ! Schuld wenn es wieder so kommt.

2026-01-19

@Simone21

Die Aussage:
"Vielleicht lieb, aber soo dumm."
Der #osten.
Und zu einem , meinem, Kopfschütteln zu vielen Lieben im #Osten : es ist nicht verwunderlich..

Stefan Müller :verified:stefanmuelller@climatejustice.social
2026-01-16

25/ Hier gibt es so eine Art Trailer mit der Szene:

youtube.com/watch?v=Gjz3v7g48j0

Auch mit Prof. Cornelia Schleime. #Osten #DDR #Punk #tooMuchFuture

Hubu.dehubude
2026-01-15

⚡ Kaiser warnt vor Vernachlässigung von Schienenprojekten im Osten: Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), warnt vor einer Vernachlässigung von Schienenprojekten in Ostdeutschla... hubu.de/?p=310711 | #

Initiative Grüne Gewerke (IGG)IGG_FAU
2026-01-13

Dieses Wochenende mit IGG & @FAU auf Tour: :innen- und für , bessere , und gegen den . Am 16.1. 10 Uhr mit Traktoren nach , 18 Uhr gegen rechten in und am 17.1. zur @wirhabenessatt nach , abends Vernetzung der antikapitalistischen Agrarbewegung. Für eine von unten. Infos: gruene-gewerke.fau.org/?p=549 1/3

Stilisierte Karte, links das Logo der IGG. Demo-Daten aus dem Thread in Halle, Cottbus und Berlin + stilisierte Traktoren und Demos.
Stefan Müller :verified:stefanmuelller@climatejustice.social
2026-01-12

„Die zahlenmäßig größten Ver­lie­re­r:in­nen des Rentenüberleitungsgesetzes stellen die nach DDR-Recht geschiedenen Frauen dar. 1990 wurde ihre Zahl auf 300.000 geschätzt, etwa ein Drittel soll heute noch leben. Monatlich entgehen ihnen mehrere Hundert Euro Altersbezüge, da ihre Rente nicht nur ungeachtet der Erwerbsminderung durch Kindererziehungszeiten nach den letzten 20 Arbeitsjahren berechnet wurde.“

„Es ist längst Geschichte, dass 2017 die #SPD dieses Ostthema für den Bundestagswahlkampf entdeckte. Ihr Dortmunder Parteitag setzte damals noch einen „Gerechtigkeitsfonds“ ins Wahlprogramm, auszustatten mit mindestens einer Milliarde Euro. Im Vertrag der folgenden schwarz-roten Koalition blieb davon nur noch ein Härtefallfonds.“

„Wir haben auf Lohn verzichtet, also eigene Beiträge eingezahlt, und sind enteignet worden.“

Im Beitrag kann man lesen, wer alles aus der SPD ausgetreten ist. Nur falls sich jemand darüber wundert, warum die SPD im Osten nicht so viele Mitglieder hat, wie sie haben sollte, wollte, müsste.

Die #Intelligenzrente bekamen übrigens nicht nur Spitzenakademiker*innen, sondern alle, die an Unis oder der Akademie der Wissenschaften arbeiteten.

Meine Schwiegermutter ist nach der Wende ans IDS in Mannheim gewechselt. Das IDS hatte dankenswerterweise eine größere Gruppe Ossis aufgenommen. Sie hat gegen den Wegfall der Intelligenzrente geklagt. Das musste am Wohnort erfolgen. Der Richter in Mannheim hat Ihr gesagt: Seinen Sie doch froh, dass sie als Frau überhaupt Arbeit haben.

#Rente #Osten #DDR

taz.de/!6143827

Stefan Müller :verified:stefanmuelller@climatejustice.social
2026-01-09

2/ #AnneRabe betont immer wieder, dass es in der DDR keine Studien zur Gewalt an Kindern gegeben hat. Das ist wahrscheinlich richtig, bestimmte Zahlen wurden einfach unter Verschluss gehalten, wenn sie nicht passten. Nur folgt daraus nicht, dass man dann einfach irgendwas behaupten kann. Ich hatte bereits 2024 in einem Blog-Beitrag zu ihren Thesen. Eine Studie von 2021 (!!) geschrieben. Diese hat 5800 Teilnehmer*innen aus Ost und West befragt und kam zu dem Schluss, dass es im Westen mehr körperliche und sexuelle Gewalt gab (Zum Beispiel besonders deutlich: 13,2 % der westdeutschen Frauen haben in ihrer Kindheit sexuelle Gewalt erfahren. Im Osten waren es 7,8 %).

Ab diesem Punkt hätte eigentlich klar sein müssen, dass Anne Rabes These unhaltbar ist. Sie hätte diese Studie finden müssen. Die Literaturpreis-Jury und alle Journalist*innen hätten diese Studie kennen müssen. Kennt Ihr sie? Nein? Warum nicht? Kam in den Medien nicht vor? Weil passt nicht? Immerhin ist im #Tagesspiegel, einer West-Zeitung darüber berichtet worden. Von einer Journalistin mit Ost-Hintergrund.

Wenn man jetzt irgendwas über politische Systeme aus dieser Studie ableiten wollte, dann ja wohl, dass der #Osten besser war. Passt halt leider nicht so schön zu der Geschichte mit #Diktatur=Gewalt und #Demokratie=FriedeFreudeEierkuchen.

#Medien #Bias #Gewalt

Anne Rabe berichtet von einzelnen Vorkommnissen, von denen man nicht weiß, ob sie wirklich so stattgefunden haben. Manches ist einfach unplausibel. Auf der Ebene der anekdotischen Evidenz ist es aber ohnehin nicht möglich, zu einem tragfähigen Ost-West-Vergleich zu kommen. Dazu braucht es empirische Studien. In Gesprächen (z.B. im taz-Lab 27.04.2024 mit Simone Schmollack und im oben zitierten Interview mit Cornelia Geissler) weist Anne Rabe darauf hin, dass es keine Studien aus DDR-Zeiten gibt. Allerdings hat Sabine Rennefanz am 30.09.2023 im Tagesspiegel auf eine Studie mit 5800 vor 1980 geborenen Teilnehmer*innen aus West und Ost zu deren Gewalterfahrungen in der Kindheit berichtet (Ulke C. et al. 2021). Die Studie wurde im Jahre 2021 an der Uni Leipzig durchgeführt und von den Medien weitestgehend ignoriert. Das Ergebnis war, dass es im Westen mehr körperliche und sexuelle Gewalt gab (Zum Beispiel besonders deutlich: 13,2 % der westdeutschen Frauen haben in ihrer Kindheit sexuelle Gewalt erfahren. Im Osten waren es 7,8 %). Anne Rabes Theorie vom diktaturgeprägten gewalttätigen Osten entbehrt also jeder empirischen Grundlage. Die Fakten waren vor der ersten Auflage 2023 und während der Zeit, in der die Jury des deutschen Buchpreises die Bücher für die Shortlist auswählte, bekannt. 
Stefan Müller :verified:stefanmuelller@climatejustice.social
2026-01-06

@chpietsch @kattascha

Das waren nicht nur Linke. Vielleicht hast Du Dich an meinen Beitrag in der Berliner Zeitung erinnert.

Das gab eine enorme Resonanz. War der meistgelesene Artikel zu der Zeit. Ich habe haufenweise Leserbriefe bekommen. Wirre und sehr gute.

Die Überschrift ist nicht von mir und es wurde ein Fehler in den Artikel reinredigiert, an einer Stelle, an der es um Statistik ging. Deshalb gab es dann noch einen zweiten Beitrag auch mit Antworten auf die Zuschriften. Ich habe auch Leserbriefe im Blog dokumentiert.

berliner-zeitung.de/kultur-ver

#AnneRabe #DDR #Osten #Ossis

Jung, männlich, #rechtsextrem – Nachwuchs-#Nazis im #Osten | #Doku | #exactly
Hass auf #Juden, #Linke, #Homosexuelle – Stolz auf Volk, Nation und Tradition. #Nationalsozialistische Ideologie wird bei jungen Männern populärer.

Wieso radikalisieren sie sich, und wie reagiert der Staat?

youtube.com/watch?v=0o-01rCEpsg

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