2017 forderte de Maizière mehr Bundeskompetenzen im Bevölkerungsschutz. 2026 hören wir fast dieselben Vorschläge. Das ist keine politische Schleife, sondern ein Hinweis auf ein dauerhaftes Spannungsfeld im föderalen System.
Bevölkerungsschutz funktioniert als Kooperationsarchitektur aus Bund, Ländern, Kommunen und Ehrenamt. Handlungsfähigkeit entsteht weniger durch Kompetenzverlagerung als durch belastbare Zusammenarbeit.
In der Praxis ist er ein Vertrauenssystem. Wer nur über Zuständigkeiten spricht, übersieht die soziale Infrastruktur, die Krisenbewältigung trägt.
Die wiederkehrende Debatte sollte nicht als Streit um Zentralisierung gelesen werden, sondern als Daueraufgabe: Wie gestalten wir Verfahren, die Vertrauen, föderale Kooperation und gemeinsame Verantwortung stärken – gerade dort, wo Bund, Länder und Kommunen im Alltag zusammen handeln? Dort entscheidet sich die Zukunftsfähigkeit des Bevölkerungsschutzes.
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