#Entfremdung

XheraXhera
2026-01-28

Eine , in der wachsende Teile der arbeitenden Bevölkerung den Eindruck haben, dass ihre politisch nicht vorkommt, erzeugt . Wer arbeitet und dennoch ständig rechnen muss, wer keine bilden kann, wer jeden Monat als erlebt, fühlt sich von politischen Debatten über , oder kaum angesprochen.

manova.news/artikel/armut-in-v

2026-01-25

#Zeit

Viele sagen: „Du bist mir zu schnell.“ Gemeint ist oft nicht Tempo. Gemeint ist etwas anderes.

Ich versuche, das mal zu entzaubern.

Die „grauen Herren“ aus Momo stehen für das Versprechen: 👉 Spare Zeit, dann hast du mehr davon.

Das klingt logisch. Ist es aber nicht.

Denn Zeit lässt sich nicht sparen wie Geld. Was wir „Zeitsparen“ nennen, ist fast immer etwas anderes: Wir ziehen Aufmerksamkeit ab.

Wir machen Dinge schneller, damit wir sie weniger fühlen, weniger hören, weniger wahrnehmen.

Das ist keine Beschleunigung. Das ist Verdünnung.

Jetzt kommt der Denkfehler:

Wenn jemand sich konzentriert, wenn jemand einer Sache wirklich Zeit gibt, wirkt das auf andere oft „zu schnell“.

Warum?

Weil Fokus Dichte erzeugt. Und Dichte fühlt sich für Verdünnte wie Tempo an.

Wer zwischen fünf Dingen springt, empfindet jemanden, der bei einer Sache bleibt, als rasant.

Nicht, weil er schneller ist. Sondern weil er nicht bremst, um Anschlussfähigkeit zu simulieren.

Das ist kein Charakterproblem. Das ist ein Aufmerksamkeitsproblem.

Die grauen Herren leben davon, dass Tiefe mit Langsamkeit verwechselt wird und Konzentration mit Rücksichtslosigkeit.

Dabei ist oft das Gegenteil der Fall:

Sich Zeit nehmen für eine Aufgabe ist kein Drängeln. Kein Überholen. Kein Davonlaufen.

Es ist Widerstand gegen die Zerstückelung von Aufmerksamkeit.

Was entfremdet, ist nicht das vermeintliche „Zu-schnell-Sein“.

Was entfremdet, ist die unausgesprochene Erwartung, dass alle ihre Wahrnehmung herunterregeln, damit niemand sich irritiert fühlt.

Vielleicht müssen wir neu lernen, zu sagen:

„Du bist nicht zu schnell.“ „Ich bin gerade zu zerstreut.“

Und das ist kein Vorwurf. Nur eine Beschreibung.

Zeit ist kein Maßband für Nähe. Aufmerksamkeit ist es.

Und genau davor hatten die grauen Herren Angst.

#zeit #aufmerksamkeit #graueherren #momo #konzentration #entschleunigung #denken #entfremdung #fediverse

Simon Kasperattribot@zirk.us
2026-01-21

Hier gelingt Christiane Heil ein prägnantes Sittengemälde unserer Zeit auf engstem Raum. Es ist zugleich ein gefundenes Fressen für postmarxistische Entfremdungstheoretiker. Die "Entfremdung" von der Familie ist nur der individuelle Ausdruck komplett durchökonomisierter menschlicher Beziehungen.

#okonomie #gesellschaft #entfremdung #marx #beckham #kultur

faz.net/aktuell/gesellschaft/s

Stadt-Land-Erlebenstadt_land_erleben
2026-01-15

2/2

In einer zunehmend reizüberfluteten, entfremdeten Welt ging [...] Sicherheit verloren, während Inflation und Arbeitslosigkeit nicht nur die Arbeiterschaft, sondern Menschen bis in das mittlere Bürgertum in ihrer Existenz gefährdeten."

Willi Kulke, Mit Ecken und Kanten, 2024

Willi Kulke über die Architektur, den Backsteinexpressionismus und die gesellschaftlichen Veränderungen in den 1920er Jahren.

2026-01-12

Wenn Blut nicht dicker ist

Familie gilt als Inbegriff von Liebe, Geborgenheit und Rückhalt. Doch was, wenn sie genau das Gegenteil bedeutet? Im Gespräch mit sieben Personen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft wird deutlich, dass Entfremdung von der eigenen Familie viele Gründe haben kann. Doch immer ist sie ein Schritt, um sich selbst zu schützen.

von Caroline Alberta Glabacs

stuz.de/2026/01/12/wenn-blut-n

#Gesellschaft #Familie #Entfremdung

Petra van CronenburgNatureMC@mastodon.online
2026-01-03

"In gewisser Weise muss es beeindrucken, wie erfolgreich es gelungen ist, die Auseinandersetzung mit unserer #Existenz auf dem Planeten zu etwas umzubauen, was politisch wie emotional an den Umgang mit einer unaufgeräumten Abstellkammer erinnert."

Starker Text von Luisa Neubauer über #Entfremdung von der #Natur und #Klimaaktivismus. deutschlandfunk.de/klimawandel

#ReconnectWithNature #Ökologie #Aktivismus #longreads #Gaia #moreThanHuman #Lebendigkeit #Scheitern #Verbundenheit #essay #NatureWriting

EnoughEnough
2025-12-30

Die Knallerei an zeigt eigentlich nichts anderes als die Spitze der . Städte sind am schlimmsten, denn hier lassen sich andere Lebewesen am einfachsten ignorieren - Haustiere eingeschlossen, solange man keines hat.

2025-12-22

Ich kann mich nicht erinnern, in einem Buch so viel unterstrichen zu haben wie in diesem: Hartmut Rosas „#Beschleunigung und #Entfremdung“ (2013, Suhrkamp)

#Resonanz #Entkopplung

Cover: Beschleunigung und Entfremdung - Hartmut Rosa - SuhrkampBuchausschnitt
Nutt LosNuttLos
2025-10-31

... Als die Forscher die Studienteilnehmer in drei Gruppen entsprechend ihrer Kontaktdichte einteilten, zeigte sich, dass diejenigen im Drittel mit den meisten Kontakten die Menschen im unteren Drittel um durchschnittlich neun Monate überlebten."

2025-10-29

@TheTelegraph
Den #Kontakt abbrechen und #Heilung finden
Familiären #Missbrauch endlich überwinden

#Kontaktabbruch
#Entfremdung

Eamon Dolan
Buch mit dem Titel: Den Kontakt abbrechen und Heilung finden 
Familiären Missbrauch endlich überwinden 
Goldmann
2025-10-28

@TheTelegraph

Ein #Mutmacher und #Begleiter für alle, die #familiäre #Gewalt #Misshandlung und #Vernachlässigung erlebt haben.

Und bin erstaunt, dass ich hier so wenig dazu finde. Irgendjemand hier, der sich auch für das Thema interessiert?

#Kontaktabbruch
#Entfremdung

3/3

2025-10-28

@TheTelegraph

Für viele Betroffene ist #Kontaktabbruch die einzige #Lösung, wenn andere Wege sich als zu schwierig, zu schmerzhaft oder einfach unmöglich erwiesen haben. Eamon #Dolan selbst Opfer #familiärer #Gewalt führt einfühlsam durch alle notwendigen Schritte. Er bietet #Hilfestellung und praktische #Ratschläge, um der belastendenBeziehung zu entkommen und das eigene Leben zurückzugewinnen.

#Entfremdung

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DieKeh®seitediekehrseite
2025-10-26

ist die der Menschheit vom eigenen Verstand.

C.OndrekaOndrekaKL
2025-09-10

Die Grünen haben sich zu einer kulturpolitisch progressiven FDP mit Liebe zum Kleingarten entwickelt, während ihre Jugend von Klassenkampf spricht. Wenn das so bleibt, fungiert die Grüne Jugend nicht länger als Karriere-Sprungbrett – sondern wird zur Planke eines sinkenden Schiffs, von der die frustrierten Jungpolitiker*innen lieber von Bord springen.

nd-aktuell.de/artikel/1193937.

2025-09-09

@heiseonline
Ich werde garantiert keine KI-genrierten Posts schreiben und auch keine KI-generierten Artikel auf meinem Blog. Und auch sonst nirgendwo.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie gern sich Menschen von ihrer Herkunft und dem, was sie sind, entfremden.
Erst haben sich die meisten völlig abgekoppelt von der Natur und nun entfremden sie sich von ihrem eigenen Wesen.
Wer die eigene Sprache und den eigenen kreativen Ausdruck verliert, verliert sich selbst.
Und die Großkonzerne, die mit KI viel Geld verdienen, werden irgenwann ihren Traum von hörigen Konsumenten-Massen erfüllen können und die Macht über sie endgültig übernehmen
Scheint nicht mehr lange zu dauern.
Doch noch hat es jeder einzelne Mensch für sich in der Hand.

#KI #Entfremdung #Konsum #Macht #Sprache

SkandinavianSkandinavian
2025-08-08

Du har tappat ditt ord och din papperslapp, du barfotabarn i livet.
Så sitter du åter på handlarns trapp
och gråter så övergivet.

Vad var det för ord — var det långt eller kort, var det väl eller illa skrivet?
Tänk efter nu — förrn vi föser dej bort,
du barfotabarn i livet.

Nils Ferlin

Hilfe1GeistHilfe1Geist
2025-08-05

@der_zaunfink
Und weil der Podcast zum so runterzieht, gleich danach was lesen oder hören zum soziologischen Gegenentwurf zu und nämlich Resonanzbeziehungen.

Vincent Först - netzpolitikgastautor.in@extradienst.net
2025-08-03

Trugbild: Community als Farce

Marketingagenturen und Content Creator predigen falsche Authentizität, Kreativität und Gemeinschaft. Die Bildermacher schaffen damit eine trügerische Wahrheit – und offenbaren uns zugleich etwas Wahres über unsere Gesellschaft.

Wer oft in der Kneipe sitzt, hört auch mal ein Stammtischgespräch mit. Die lautesten Stimmen prahlen da etwa mit ihrem „Fachwissen“ über das andere Geschlecht. Den Zuhörenden wird schnell klar, dass es bei den Schreihälsen privat eher einsam zugeht. Wer sich und anderen dauerhaft erzählt, wie gut er doch eine Sache beherrscht, der weist oft genau auf ebenjene Lücke hin, die es zu füllen gilt.

Dabei leben wir in einer Art Zwischenwelt, die (Ab-)Bilder von Erfahrungen, von Menschen und von Dingen prägen. Anders als an den Tresen dreschen hier Promis, Agenturen und Content Creator vor einem Millionenpublikum ihre Phrasen über „Community“ und „Authentizität“, über „Kreativität“, „Impact“ und „Awareness“.

Entfremdung und Opportunismus

„In einer Welt voller Brüche bauen wir echte Verbindungen“, lautet das Credo einer großen deutschen Marketingagentur. Wer das gleiche Produkt konsumiert, bildet keine „starke Gemeinschaft“. Im Gegenteil befördert die Beschwörung einer oberflächlichen „Community“ die Entfremdung des Einzelnen.

Mit „revealing my art“ betiteln „Künstler“ ihre Videos auf TikTok und Instagram und präsentieren den Zuschauern dann eine pechschwarze Leinwand. In Berlin kleiden sich Touristen betont abgerissen als Fashion- oder Fetisch-Punk („Recession Core“). In München, wo Secco und Sakko besser ankommen, inszeniert man sich dann lieber mit einem sauberen Look („Old Money Aesthetic“). Wie es eben passt.

Sie alle möchten sein, was sie in ihrem Opportunismus unmöglich sein können: authentisch. Nur leider reichen oft schon einige eilig hochgeladene Bilder, teuer zusammengekaufte Outfits oder schlagkräftige Slogans aus, um von anderen ernst genommen zu werden.

Bedeutungsvakuum im Blitzlicht

Doch Werbung, im kommerziellen wie im persönlichen Kontext, steht sich selbst im Weg. Die Werbenden entlarven vielmehr ihre eigene Unfähigkeit, das Gepriesene auch umzusetzen. Wer die eigene Kreativität in jedem zweiten Satz benennen muss, ist nicht kreativ. Und auch wenn wir weit davon entfernt sind: Unternehmen und Bessergestellte sollten sich den Zugang zu Subkulturen nicht einfach erkaufen können.

Nun spielt sich unser Leben zunehmend in einem digitalen Las Vegas der grellen Blitzlichter und falschen Versprechungen ab. Ewige Jugend, ewige Schönheit, ewige Selbstoptimierung – durch Produkte, Work-outs und Business-Pläne.

Jeder Einzelne hat angeblich die gleichen Chancen, jeder kann der große Gewinner sein. Er muss es nur riskieren. Und hart genug arbeiten. Die schiere Endlosigkeit des Feeds spiegelt diese falsche Ideologie wider: ungezügelter Konsum, stetes Wachstum.

Hoher Tribut

Dass all das nicht stimmen kann, ist eigentlich klar. Wer dennoch gut leben will, muss aber lernen, diese Verdrehung der Wahrheit anzuerkennen und anzunehmen. Nur so lässt sich die Ambivalenz aushalten und bestenfalls meistern. Am Ende bringt der Sichtbarkeitsdrang auch die ehrlich Schaffenden dazu, ihr Werk und sich selbst durch das Nadelöhr der sozialen Medien zu verbildern und zu erzählen.

Doch die bedeutungslose Dauerberieselung mit schnelllebigen Botschaften fordert einen hohen Tribut. Die Menschen in diesem nihilistischen Show-Casino sehnen sich tatsächlich nach echter Gemeinschaft und starken Verbindungen. Das Bedeutungsvakuum verschafft regressiven Bewegungen und ihren Ideologien neuen Zulauf. Gegenüber der großen Leere und allgemeinen Ideenlosigkeit beschwören die alten Demagogen ihre totgeglaubten Werte mit neuem Erfolg: Nationalismus, Religion, Faschismus.

Der oberflächliche Erfolg der Bildermacher legt damit vor allem eines offen: Wie fragil das kulturelle und politische Fundament unserer Gegenwart ist.

Vincent Först arbeitet als Journalist und Autor. An der Universität der Künste lehrt er Texttheorie- und Textgestaltung. Wenn er nicht gerade an seinem Schreibtisch sitzt, organisiert er Kulturveranstaltungen in Berlin. Kontakt: Instagram, Mastodon, Bluesky. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

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