Im katholischen Sinn wird Vernunft spätestens seit Thomas von Aquin als „Teilhabevernunft“ erklärt. Moral entsteht durch gleichzeitige Einsicht in das Gute des göttlichen Gesetzes, auch dem Naturrecht, und darum die Notwendigkeit der Befolgung desselben. Beide Einsichten gewährleisten die Teilhabevernunft, die Teilhabe an der göttlichen Vernunft.
Sie ist die praktische Vernunft und Synonym für das Naturgesetz. Daran hat jeder Mensch sich zu halten, wenn er seinem Sein entsprechen will, also menschlich sein möchte. Thomas sieht die Notwendigkeit der Vernunft für eine gute Lebensführung. Kant fordert dann innerhalb der Aufklärung ein halbes Jahrtausend nach Thomas die Menschen ebenso auf, ihren Verstand zu gebrauchen.
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