#Ladelust

DigitalNaiv = Stefan PfeifferDigitalNaiv
2025-11-18
DigitalNaiv = Stefan PfeifferDigitalNaiv
2025-11-09

6 Wochen ohne Auto - meine Erfahrungen in mit

Darmstadt, Eberstadt: Hier funktioniert Nahverkehr richtig gut – fast.
Die Tram fährt, die Bahn… eher, wenn sie will.
Sechs Wochen ohne Auto haben gezeigt: Zentrale Lage ist Freiheit.

Das ganze Experiment – jetzt auf meinem Blog stefanpfeiffer.blog!

youtube.com/shorts/1SQUbOuonLc

DigitalNaiv = Stefan PfeifferDigitalNaiv
2025-11-09

Sechs Wochen ohne Auto – und? Kein Drama. In Eberstadt fährt die Tram, Book-n-drive steht um die Ecke, und selbst der Weg nach Frankfurt klappt (meistens). Nur die Bahn bleibt das bekannte Glücksspiel. Jetzt ist der ID.3 da – mal sehen, wie alltagstauglich er wirklich ist.

stefanpfeiffer.blog/2025/11/09

2025-11-09

Mit Straßenbahn, Bahn und Book-n-drive: Mobil in Darmstadt ohne eigenes Auto #Ladelust

Die Wartezeit ist abgelaufen. Das E-Auto – ein Volkswagen ID.3 – ist (endlich) da. Aber war die Zeit ohne zweites Fahrzeug eine Leidenszeit? Eigentlich nicht, denn die 6-wöchige Erfahrungen mit den Öffentlichen im Stadtverkehr und auch Car Sharing waren (eigentlich) gut.

Nun muss man bei der Nutzung des ÖPNV auch berücksichtigen, wo wir leben: zentral in Darmstadt Eberstadt. Die nächste Straßenbahnhaltestelle ist keine 500 Meter entfernt. Bei gutem Wetter ist auch der Bahnhof Eberstadt gut fußläufig zu erreichen, etwa 1,3 Kilometer entfernt. Immer natürlich eine Voraussetzung: Man ist gut zu Fuß. 

Unterwegs mit der Straßenbahn

Die Ziele, die ich mit den Öffentlichen erreichen musste, sind alle gut angebunden: mein Physiotherapeut an der Heidelberger Landstraße, der Tennisplatz hinter der Radrennbahn und als weiteres Ziel die neue Location der Schirn in Frankfurt an der Bockenheimer Warte. Die Wege mit der Straßenbahn hier in Darmstadt waren kein Problem: der kurze Weg zur Modaubrücke, wo regelmäßig Straßenbahnen abgehen, dann noch ein kurzer Fußweg zum Physiotherapeuten oder 250 Meter von der Station Landskronstraße zum Tennisgelände. Zentral erreichbare Ziele in Darmstadt sind also leicht erreichbar. Schwieriger wird es, wenn die Orte weiter „draußen“ liegen, Zu den Kosten: Meist habe ich die Tageskarte für 7 Euro genommen oder 5,60 Euro bis zum Physio.

Auch die Strecke nach Frankfurt zur Eröffnung der Suzanne Duchamp Retrospektive stellte kein Problem dar. Zu Fuß zum Bahnhof Eberstadt, die nicht ganz pünktliche Regionalbahn zum Frankfurter Hauptbahnhof genommen, dann zwei Stationen die U4 zur Bockenheimer Warte. das war es. Gekostet hat mich die Einzelfahrkarte 11 Euro. Jetzt kann man sich natürlich leicht hochrechnen, ob sich ein Deutschland Ticket für 50 Euro im Monat lohnt.

Deutsche Bahn & die Anschlusszüge

Leider muss ich etwas Essig in den Wein gießen: Meine Frau musste die Tage nach Paris und wollte beziehungsweise musste mit der Bahn zum Frankfurter Hauptbahnhof. Der ausgesuchte Zug hatte deutlich Verspätung, so dass sie gerade noch den Anschlusszug, den ICE nach Paris erreichte. Wäre sie nicht so gut zu Fuß, wäre es schief gegangen. Ich mag es, mit der Bahn zu fahren, aber leider ist es risikobehaftet, gerader wenn man umsteigen muss.

Nahverkehr in Darmstadt

Mein Zwischenfazit zu den Öffentlichen : Im Nahverkehr hat alles geklappt, auch weil ich auch gut angebundene Ziele in Darmstadt erreichen musste. Die Preise für die Öffentlichen in Darmstadt halte jedoch ich für etwas überteuert. Für diese Fahrten würde ich mir einen günstigeren Preis wünschen. Gerne hätte ich ein gutes Urteil über die Züge der Bahn gefällt. Doch hier kann man Glück haben oder wirklich in Stress geraten. Ich bin gespannt, ob sich die Lage bei der Bahn in den kommenden Jahren verbessern wird.

Über meine Car Sharing-Erfahrungen habe ich ja schon im ersten Blogbeitrag berichtet. Auch hier profitieren wir von unserer zentralen Lage. Mindestens drei Stationen, wo Book-n-drive-Fahrzeuge stehen, sind fußläufig zu erreichen. Die Buchung hat – bis auf eine lästige Umbuchung durch den Anbieter – gut geklappt, die App ist gut zu bedienen.

Car Sharing: Immer pünktlichste abgeben

Eigentlich also alles paletti, wenn es nicht eine besonders negative Erfahrung gegeben hätte. Bei einer Fahrt war ich sieben Minuten zu spät bei der Rückgabe des Wagens. Da hat mir Book-n-drive dann gleich eine saftige Strafe von 25 Euro aufgebrummt. Klar, mein Fehler, aber für mich schon überzogen. Meine Anfrage, doch bei mir als neuem Kunden kulant zu sein, wurde dann nach einigen Wochen positiv beschieden. Immerhin.

Zu den „normalen“ Preisen: Ein Fahrt mit Book-n-drive nach Frankfurt zum Arzt an der Mörfelder Landstraße hat mich 36 Euro gekostet. Das muss man dann ins Verhältnis zu den Kosten mit Öffentlichen setzen und auch berücksichtigen, ob das zu erreichende Ziel gut angebunden ist. Eine Fahrt innerorts zum Physio oder zum Tennisplatz lag zwischen 9 Euro und 12 bis 16 Euro. Da ist der Straßenbahn schon günstiger und unwesentlich unkomfortabler.

Den Heinerliner, den flexiblen On-Demand-Shuttle, habe ich nicht genutzt, so daß sich diesen Vergleich nicht ziehen kann.

Nun E-Auto im Alltagsbetrieb

Natürlich bietet das eigene Auto die höchste Flexibilität, aber hier sollte man sich der wahren Kosten bewusst sein. Es geht eben nicht nur um Benzinkosten. Betriebskosten und Wertverlust müssen ebenfalls einkalkuliert werden. Der ADAC setzt für unseren Benziner, einen VW T-Roc 1,5 Liter, zwischen 0,50 und 0,70 Euro pro Kilometer an. Für das Elektroauto, den ID.3, werden zwischen 0,30 und 0,50 Euro pro Kilometer genannt. Durch das Laden an der eigenen PV-Anlage sollten die Kosten für den ID.3 noch weiter gesenkt werden können.

Mein Zwischenfazit nach den 6 Wochen: Wir leben in zentraler und damit privilegierter Lage in Eberstadt. Die Straßenbahnstation ist um die Ecke, so dass Ziele in Darmstadt und naher Umgebung gut zu erreichen sind – so sie einigermaßen in der Nähe einer Straßenbahnstation oder Bushaltestelle sind. Das Fahren mit der Deutschen Bahn zum Beispiel nach Frankfurt bleibt insbesondere dann Glücksspiel, wenn man einen Anschlusszug in Frankfurt erreichen will. Hier hat man immer ein Gefühl der Unsicherheit. 

Der private PKW bietet die höchste Flexibilität. Natürlich kann es auch hier zu Stressmomenten kommen, beispielsweise wenn es rund um Darmstadt und Frankfurt staut. Unser neuer ID.3 sollte uns eine wirklich flexible und kostengünstige Lösung bieten, insbesondere dann, wenn wir den Strom aus der eigenen PV-Anlage in die Batterie des Wagens laden können. Weitere Erfahrungen werden wir jetzt im Winter im Alltagsbetrieb sammeln.

Nur noch ein Auto, wenn einer in Rente ist

Interessant wird es, sobald einer von uns oder wir beide nicht mehr berufstätig sind. Dann steht wahrscheinlich an, dass wir nur noch einen Wagen fahren und besitzen. Da kommen die Erfahrungen der vergangenen Wochen richtig, denn in der Regel müsste das im Alltag für uns in Darmstadt durch den öffentlichen Nahverkehr, insbesondere das Straßenbahnnetz, funkionieren.

Und hier erneut mein #60Sekunden Kurzvideo zum Thema, das ich auf TikTok, Instagram und YouTube veröffentliche:

https://youtube.com/shorts/1SQUbOuonLc?feature=share

#ÖPNV #Darmstadt #DeutscheBahn #EAuto #Ewwerscht #Ladelust #Nahverkehr #Straßenbahn #Tram

A stylized tram transitions into a line that gradually transforms into a blue Volkswagen ID.3 electric car, which then morphs into a dark gray smartphone displaying the “book-n-drive” car-sharing application interface. Small icons representing solar panels and a charging plug are positioned near the car, while a location pin with the label “Darmstadt” sits slightly below it. The background consists of a uniformly bright, pale yellow plane representing an urban environment. A tiny hashtag reading "#Ladelust" appears in the bottom right corner.
DigitalNaiv = Stefan PfeifferDigitalNaiv
2025-11-06

22 Garagen.
17 Eigentümer.
2½ Jahre Bürokratie.
Dann kamen Christian – der Organisator –
und Jürgen – der Elektroingenieur mit Nerven wie Kupferkabel.
Heute: 25 Cent pro kWh beim Laden im Garagenhof.

youtube.com/shorts/CaOiBzl1ZQM

2025-11-05

Stefan Pfeiffer: Zweieinhalb Jahre, 22 Garagen, 80 Ampere, 5 E-Autos #9vor9 #Ladelust https://stefanpfeiffer.blog/2025/11/05/garagenhof/

#Blog

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2025-11-05

22 Garagen, 17 Eigentümer, 2½ Jahre Arbeit – und endlich fließt der Strom. In Erlangen haben Christian Buggisch und Jürgen Gaukler vorgemacht, wie Nachbarn gemeinsam einen Garagenhof elektrifizieren. Wir sprechen mit ihnen bei .

stefanpfeiffer.blog/2025/11/05

2025-11-05

Zweieinhalb Jahre, 22 Garagen, 80 Ampere, 5 E-Autos #9vor9 #Ladelust

💡 – und am Ende fließt Strom!

Deutschland, das Land der Dichter und Denker – und der Reihenhäuser! Ein Garagenhof in Erlangen – 22 Reihenboxen jahrzehntelang ohne Strom. Und dann: der Plan, dort E-Autos zu laden. Das ist in Deutschland immer noch Pionierarbeit. Christian Buggisch und Jürgen Gaukler haben mit den anderen Eigentümern das Wagnis gestartet – und zweieinhalb Jahre später läuft der Strom. Ein Lehrstück darüber, wie viel Geduld, Organisation und technische Neugier man Land braucht, um ein solches Projekt durchzuziehen. Wir sprechen bei #9vor9 mit den beiden.

https://youtu.be/weskPPAx2b8

„Am Anfang war der Beschluss“, sagt Christian trocken. 22 Parteien, 22 Meinungen – und jede Menge juristische Fallstricke. „Viele dachten, sie seien Eigentümer ihrer Garage“, ergänzt Jürgen, „waren sie aber gar nicht – sie sind nur Anteilseigner am Garagenhof.“ Sie haben als Bruchteilseigentümergemeinschaft das Nutzungsrecht für eine bestimmte Garage. Allein das musste erst einmal in die Köpfe. Also: Informationsabende, Eigentümerversammlungen, geduldige Erklärungen. Und dringend empfehlenswerte (kostenlose) juristische Beratung (über Haus & Grund), damit auch rechtlich alles abgesichert ist.

Finanzen, Fairness und Feingefühl

Und der vielleicht wichtigste Punkt: Wer nicht mitmachen will, zahlt nichts. 2.400 Euro für die reine Vorbereitung, rund 5.500 Euro mit Wallbox – keine Peanuts, aber im Vergleich zu späteren Nachrüstungen ein fairer Preis. Entscheidend war die soziale Architektur: flexible Modelle, abgestimmt auf individuelle Bedürfnisse. Wer wollte, ließ nur die Leitung legen. Wer wollte, bekam gleich die Wallbox. „Das war unser Erfolgsmodell“, so Christian. „Du musst die Leute dort abholen, wo sie stehen. Sonst blockieren sie dir das Projekt.“ Ein Satz, der wohl auch in jedem deutschen Rathaus hängen sollte.17 von 22 Eigentümern entschieden sich schließlich dafür, beim Projekt mitzumachen – ein fast schon revolutionärer Wert in der Welt der deutschen Wohnungseigentumsverhältnisse.

Technik trifft Geduld

Jürgen Gaukler, Elektroingenieur im Ruhestand, brachte das nötige technische Know-how mit, ein Segen für das Projekt: „Wir haben viel gerechnet, wie viel Ampere man braucht, wie viele Autos nachts gleichzeitig laden können.“ Das Ergebnis: 80 Ampere für 20 Garagen – ausreichend für die übliche Nachtladung.

Mit dem Projekt konnten sie bei null anfangen. Keine alten Leitungen bedeuteten auch keine Altlasten und Flickwerk – die Zuleitung wurde neu gelegt, Anschlusssäule beim Energieversorger geordert, ein Schaltschrank installiert und das Lastmanagement gleich mitgedacht. Installiert wurde dann ein System von Keba, das bis zu 20 Wallboxen intelligent steuern kann. Auch hier lernte man dazu. Natürlich lief nicht alles reibungslos. Das wäre bei einem solchen Projekt auch ein Wunder.

„Man kann nicht einfach alle Boxen mischen – mit oder ohne RFID-Karte, das geht bei Keba nicht“, erklärt Jürgen. „Da braucht’s Nachfragen, Handbücher – und Nerven.“ Ein Tiefbauer wollte plötzlich selbst die Kabel legen – Ergebnis: ein „kreatives“ Leitungs-Wirrwarr. Was lernt man daraus? Kabel verlegt nur der Elektriker. Der Tiefbauer macht den Graben – Punkt. Dann gab es durch falsche Zuordnungen vertauschte Anschlüsse im Schaltschrank. Auch das konnte aufgrund der Verbrauchswerte geklärt werden.

Der Jurist und der Elektriker

Das Projekt zeigt: Ohne Fachleute, ohne Expertise – ob für Elektrizität, Recht und Organisation – geht es nicht. Es ist ein Paradebeispiel für Bürgerenergie im besten Sinn: organisiert, getragen und realisiert von engagierten Nachbarn. Ist das nicht der Fall, bleibt man oft an Umsetzungsdetails hängen, denn kaum einer weiß, wie es richtig geht. Die Geschichte aus Erlangen ist mehr als eine Anekdote über einen Garagenhof; sie ist ein Mikrokosmos der deutschen Energiewende. Sie zeigt, dass die technische Machbarkeit längst gegeben ist. Wenn dann noch ein faires und cleveres Einführungskonzept wie in Erlangen hinzu kommt, kann man die Mehrzahl der Beteiligten gewinnen.

Die wahren Klippen sind also organisatorisch und fehlende Fachbetriebe. Es fehlt an Fachkräften oder Generalunternehmern, die solche Projekte gesamtheitlich abwickeln können. Das ist auch meine Erfahrung. Am Ende machen es dann wieder Privatleute und die Ehrenamtlichen. Warum gibt es eigentlich noch kein Start-up, das Garagenhöfe in Serie elektrifiziert, haben wir uns im Gespräch gefragt? Geschäftsmodell gefällig? Willkommen in einem real existierenden Zukunftsmarkt!

Zurück nach Erlangen; Zu Beginn des Projektes gab es ein Elektroauto. Heute stehen fünf E-Autos in den 22 Garagen. Nicht spektakulär, aber richtungsweisend. Der Ladestrom kommt für 25 Cent die kWh von den Stadtwerken – günstiger als Hausstrom. Und die Zukunft? „In fünf Jahren wird das selbstverständlich sein“, sagt Christian. „Die Tankstelle in der Garage ist purer Luxus – du fährst abends rein und morgens wieder voll raus.“ Christian Buggisch, Jürgen Gaukler und ihre Mitstreiter haben vorgemacht, wie es gehen kann.

Wer mehr erfahren will, dem sei der detaillierte Blogbeitrag von Christian empfohlen, den ihr hier finden könnt. Lars und ich bedanken uns nochmals herzlich für den Besuch in unserer Ladelust-Serie bei #9vor9.

https://9vor9.podigee.io/189-ladelust-garagenhof-elektrifizieren

Und hier erneut mein #60Sekunden Kurzvideo zum Thema, das ich auf TikTok, Instagram und YouTube veröffentliche:

https://youtube.com/shorts/CaOiBzl1ZQM?feature=share

#9vor9 #EAuto #Elektrifizierung #Garagenhof #Ladelust #Miteigentümer #Wallbox #WEG

A cinematic photograph of a typical German garage courtyard, now electrified: neat charging cables, glowing wallboxes, a few EVs (e.g. VW ID.3, Cupra Born, Tesla Model 3) plugged in. Evening light, warm tones, modern suburban neighborhood in Erlangen Germany. Subtle title overlay: “Ladelust im Garagenhof”.
DigitalNaiv = Stefan PfeifferDigitalNaiv
2025-10-19

Öffentlicher Nahverkehr, Heinerliner oder doch Carsharing? Mein erster Carsharing-Test mit Book-n-Drive: erst super easy, dann die Überraschung – plötzlich ein anderes Auto, 5 km entfernt! 😅Manchmal top, manchmal flop – aber spannend bleibt’s. 💸Mehr dazu im Praxistest in vier Wochen – bleibt dran und abonniert ⚡️
-n-Drive youtube.com/shorts/4raqmobYCT4

DigitalNaiv = Stefan PfeifferDigitalNaiv
2025-10-15

Öffentlicher Nahverkehr, Heinerliner oder doch Carsharing? Mein erster Carsharing-Test mit Book-n-Drive: erst super easy, dann die Überraschung – plötzlich ein anderes Auto, 5 km entfernt! 😅Manchmal top, manchmal flop – aber spannend bleibt’s. Ein erster Preisvergleich zeigt: Carsharing, Heinerliner oder Bahn – preislich gar nicht so weit auseinander ⚡️
-n-Drive #
youtube.com/shorts/4raqmobYCT4

DigitalNaiv = Stefan PfeifferDigitalNaiv
2025-09-24

Nahverkehr, HeinerLiner oder Carsharing?

Mobilität im Alltag ohne eigenes Auto: Carsharing, ÖPNV und der HeinerLiner ersetzen unseren ID.3, der erst in vier Wochen kommt – hoffentlich. Eine erste Fahrt mit Book-n-drive in Darmstadt war beeindruckend einfach, die Umbuchung meines Wagens für Donnerstag ein Flop.#Ladelust

stefanpfeiffer.blog/2025/09/24

2025-09-24

Nahverkehr, HeinerLiner oder Carsharing? #Ladelust

Unser E-Auto wird jetzt doch erst in 4 Wochen geliefert. Das Kurzzeitabo des Cupra Born ist ausgelaufen, also werde ich versuchen, die Zeit bis zur Lieferung des ID.3 vor allem mit Carsharing zu überbrücken. Die ersten Erfahrungen habe ich diese Woche mit book-n-drive gemacht. Es gibt einige Stationen in unserer direkten Nähe hier in Darmstadt-Eberstadt, wo ich Wagen abholen kann.

Am Dienstag war mein erster Wagen, den ich bei Book-n-drive gebucht habe, ein VW Polo Automatik, der 250 Meter weg in der Gabelsbergerstraße stand. Hingelaufen, mit der Book-n-Drive-App das Auto geöffnet, meine Tour gemacht, wieder abgestellt und den Wagen mit der App verschlossen. Das war’s. Sehr gute „Customer Experience“.

Abends habe ich dann erst einmal einen Schreck bekommen. Der Octavia, den ich am Donnerstag für eine Fahrt nach Frankfurt reserviert hatte, wurde einfach mal gegen einen Golf ausgetauscht. Die Crux an der Geschichte: Der Wagen stand in der Weinbergstraße rund 5 Kilometer weg, statt 100 Meter entfernt in der Heidelberger Landstraße. Das machte nun gar keinen Sinn. Also händisch umgebucht auf ein Auto, das in der Nähe parkt. Schlechte „Customer Experience“.

Mehr zum Thema Car Sharing dann in ein paar Wochen inklusive eines groben Preis- und Komfortvergleichs für verschiedene Strecken, die ich in meinem Alltag bewältigen muss. Was kostet Car Sharing im Vergleich zu den öffentlichen Verkehrsmitteln (hier in Ewerscht der Straßenbahn oder dem Bus) oder dem HeinerLiner*? Ein erster Vergleichswert: Der Wagen hin und zurück, gesamt 4 Kilometer zu meinem Physiotherapeuten, wurde mit rund 10 Euro berechnet**, die Straßenbahn wäre auf 7,60 Euro gekommen, der HeinerLiner ebenfalls auf rund 10 Euro. Vielleicht machen wir auch eine Podcastfolge in unserer #Ladelust-Reihe bei #9vor9 dazu. Schauen wir mal.

* Der HeinerLiner ist ein flexibles On-Demand-Shuttle, das Fahrgäste in den Abend- und Nachtstunden sowie am Wochenende innerhalb des gesamten Stadtgebiets von Darmstadt direkt per App oder Telefon zu virtuellen Haltestellen bringt.

** Die 10 Euro sind etwas geschummelt. Unterschlagen habe ich den einmaligen Startpreis von 19 Euro, der sowohl beim Basic- wie auch Abo-Tarif bei Book-n-drive anfällt.

Book-n-drive: Der Wagen wird per App geöffnet, Schlüssel nehmen, losfahren und genau so wieder zurück geben. Very easy.

#9vor9 #ÖPNV #CarSharing #HeinerLiner #Ladelust

Erstelle folgendes Bild im Format 2:1: Eine künstlerische Collage in Aquarelltechnik, mit weichen Verläufen und fließenden Farbverläufen. Zu sehen sind ein sanft gemalter HeinerLiner Shuttle in Orange und dunklem Blau (ein Mercedes V-Van), ein Book-n-drive Auto in schwarz (ein VW Polo) mit weißem book-n-drive Schriftzug sowie eine Straßenbahn mit der Aufschrift Datterich. Im Hintergrund verschwommene, impressionistische Andeutunge des Fünf-Finger-Turms aus Darmstadt.
DigitalNaiv = Stefan PfeifferDigitalNaiv
2025-09-24

Die Bundesnetzagentur will private Heimspeicher ins Spiel bringen – 19 GWh lagern schon in Kellern, 80 GWh in E-Autos. Doch alte Gesetze bremsen Bürger, Netzentgelte blockieren fairen Zugang. Die Speicher sind da, nur die überlastete Regeln und Bürokratie blockieren Fortschritt. Bei haben wir es diskutiert, @larasbas ...
: Private Heimspeicher fangen Dunkelflaute und Stromspitzen ab - golem.de/news/batteriespeicher

DigitalNaiv = Stefan PfeifferDigitalNaiv
2025-09-23

wird wohl erst in 4 Wochen geliefert. Ich werde versuchen, die Zeit bis dahin u.a. mit überbrücken. Die erste Erfahrung heute mit book-n-drive war schon mal sehr positiv. Blogbeitrag kommt nach 4 Wochen und das wäre dann auch mal ein Thema für bei , @larsbas
book-n-drive.de/so-funktionier

DigitalNaiv = Stefan PfeifferDigitalNaiv
2025-09-22

Wie bringt man Solarstrom, Wärmepumpe und E-Auto unter einen Hut, ohne dass einem der Kopf raucht? Wer Solarstrom effizient für Haushalt, Wärmepumpe und E-Auto nutzen will, merkt schnell: Theorie und Praxis klaffen weit auseinander. Unser Gespräch mit Thomas Wedel und eigene Erfahrungen zeigen, wie sich Routine, Technik und Alltagslogik verbinden – und wie viel Experimentiergeist gefragt ist. stefanpfeiffer.blog/2025/09/21

DigitalNaiv = Stefan PfeifferDigitalNaiv
2025-09-21

Wie bringt man Solarstrom, Wärmepumpe und E-Auto unter einen Hut, ohne dass einem der Kopf raucht?
Die Energiezukunft beginnt zuhause: Solaranlage aufs Dach, Speicher in den Keller, E-Auto vor die Tür. Doch wie bringt man all diese Komponenten ins richtige Zusammenspiel? Unser Gespräch mit Thomas Wedel zwischen App-Chaos, Stromtarifen und Alltagsrealität zeigt sich: Es ist komplizierter – aber auch spannender – als gedacht.

stefanpfeiffer.blog/2025/09/21

2025-09-21

Wie bringt man Solarstrom, Wärmepumpe und E-Auto unter einen Hut, ohne dass einem der Kopf raucht?

Wie gelingt es, Strom aus der eigenen Solaranlage effizient zu nutzen – für Haushalt, Wärmepumpe und Elektroauto? Darüber haben Lars und ich in unserem Podcast #9vor9 mit Thomas Wedel in unserer Serie Ladelust gesprochen. Thomas ist seit drei Jahren in der Praxis unterwegs, hat viel ausprobiert und weiß, wo Chancen und Fallstricke liegen. Ich konnte dabei auch meine ganz eigenen Erfahrungen einbringen – und die zeigen, wie unterschiedlich die Realität aussehen kann.

https://youtu.be/mCUtDJKLx5Y

Fünf Parameter – oder das kleine Energie-Orchestrierungs-Chaos

Bei Thomas fing alles harmlos an: erst die Wärmepumpe, dann die Solaranlage. Später kam ein Batteriespeicher dazu, eine Wallbox und schließlich das E-Auto. Und weil es noch nicht kompliziert genug war, hat er sich auch noch einen dynamischen Stromtarif gegönnt.

„Damit habe ich im Prinzip fünf Parameter – vier Geräte plus Tarif – die ich gleichzeitig optimieren müsste. Rein mathematisch ist das ein Ding der Unmöglichkeit“, lacht er. Also: nicht optimieren, sondern experimentieren. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Homogen und einfach ist anders …

Mögliche Komponenten einer PV-Anlage

  1. Wärmepumpe
  2. Photovoltaikanlage
  3. Batteriespeicher
  4. Wallbox/E-Auto
  5. dynamischer Stromtarif

Kosten sparen? Autark sein? Nö, Ehefrau happy machen

Thomas spielt allerdings auch mit 25 kWp PV-Leistung auf dem Dach, 40 kWh Speicher im Keller und E-Auto und Wärmepumpe in der Champions League der Energiewende mit Solarstrom. Dagegen sind wir mit 24 Panels (ca. 10 kWp) und 10 kWh Speicher eher in der Regionalliga unterwegs.

Für uns scheint das – so die Erfahrungen bisher – zu reichen. Unser oder mein Ziel ist es – wie es sich für einen braven Ehemann gehört – meine Frau glücklich zu machen: Sie soll ohne Probleme täglich mit dem E-Auto nach Frankfurt zur Schirn pendeln können, sprich die rund 100 Kilometer am Tag ohne Ladestress auch im Winter bewältigen können. Es gibt also jenseits der im Podcast diskutierten Zielsetzungen Kosteneinsparungen oder Autarkie durch Solarstrom noch eine weitere mögliche Prämisse, zumindest für mich.

Strom laden will gelernt sein

Beim E-Auto gilt laut Thomas: alte Tankgewohnheiten über Bord werfen. Statt „volltanken und vergessen“ heißt es jetzt: lieber öfter kleine Portionen, am besten direkt mit Solarstrom. Thomas erklärt: „Wenn ich erst den Speicher lade und dann das Auto, habe ich doppelte Verluste. Effizienter ist es, wenn das Auto direkt an der Sonne hängt.“ Klingt logisch – bis die Realität zuschlägt: Wolken, Wärmepumpe, Trockner, schwankende Leistung. Plötzlich zapft das Auto Dach, Batterie und Netz gleichzeitig an. Willkommen im echten Leben. Und dem Physiker wird fast übel, wenn er an die Energieverluste beim Laden und Entladen von der Batterie ins Auto denkt.

Ich bin auf den Winter gespannt, wenn eben nicht mehr so oft die Sonne scheint und Gaga (Göttergattin) trotzdem problemlos mit vorgewärmtem Lenkrad und angenehm temperiertem ID.3 nach Frankfurt fahren will. Die Voraussetzungen sollten eigentlich da sein, aber zur Realität gehört auch, dass ich derzeit drei verschiedene Apps oder Anwendungen bediene.

Apps, Apps und Apps

Für das E-Auto relevant ist die App von Cupra beziehungsweise von VW, wo ich beispielsweise vorgeben kann, dass das E-Auto auch mal auf 100 Prozent geladen werden soll, da beispielsweise eine längere Strecke ansteht. Mein Keba-Wallbox wird über die Keba-App gesteuert, die Überschussladen unterstützt, sodass möglichst Solarstrom ins Auto geladen wird. Die Keba-App ist für das Laden des E-Autos Chefin und übertrumpft die Auto-App. Und schließlich steuere ich die Solaranlage und Batterie noch mit einer separaten Anwendung, über die ich auch die Leistungsdaten, beispielsweise wie viel Strom generiert wurde, erhalte.

Die eine umfassende App gibt es also nicht. Ein weiteres Learning aus meiner Praxis: Man muss selbst viel ausprobieren, da viele der Handwerker meist nur einen Teil einer solchen Anlage beherrschen (von Software gar nicht zu reden). Online-Portale und KI-Tools wie ChatGPT haben mir geholfen, die hoffentlich richtigen Einstellungen und Ladestrategien für Sommer und Winter zu finden. In der Praxis wird es sich zeigen.

Thomas nickte zustimmend: Auch er kennt die Stolperfallen, wenn Wallbox, PV-Anlage, Speicher und Auto nicht perfekt zusammenspielen. Und er gibt sich nicht zufrieden: Mit Open-Source-Lösungen wie evcc will er die einzelnen Komponenten künftig noch smarter aufeinander abstimmen. Ich habe das Gefühl, dass man dafür aber wirklich ein Nerd wie Thomas sein muss, um ein solches System ans Laufen zu bringen. Gerade für die integrierte Steuerung solcher Systeme, wie sie Thomas oder ich betreiben, würde ich mir kompetente Dienstleister wünschen, die unterstützen. Gut, Thomas ist im Unruhestand und kann Zeit ins Experimentieren investieren …

Winterblues und Sommerüberschuss

Jenseits des E-Autos: Natürlich möchten wir auch einen großen Teil des Energieverbrauchs unserer Elektrogeräte in der Wohnung mit Solarstrom abdecken können. Im Sommer scheint das zu gelingen, auf die Erfahrungen im Winter bin ich gespannt. Für mich bedeutet das: ein spürbarer Schritt in Richtung Autarkie, aber nicht die 100 % Unabhängigkeit, die Thomas im Sommer erreicht.
Der Unterschied zeigt, wie stark die Dimensionierung die Ergebnisse beeinflusst – und dass sich jeder genau überlegen muss, welche Investitionen wirklich Sinn ergeben.

Im Sommer läuft’s also wie am Schnürchen: Thomas ist von April bis Oktober 100 % autark. Im Winter dagegen werden die Speicher von Thomas kaum voll, der Eigenanteil sinkt auf 20–25 %. Unterm Strich bleibt er über das Jahr bei rund 50–55 % Autarkie – und damit immer noch ein starkes Ergebnis. Wir sind natürlich auf unsere Zahlen im ersten Winter mit PV-Anlage und E-Auto gespannt.

Dynamische Stromtarife – mehr Hype als Hilfe?

Thomas hat den Selbstversuch gewagt und ist auf einen dynamischen Stromtarif umgestiegen – etwas, was wir nicht im Einsatz haben. Seine Erwartung: Strom dann nutzen, wenn er besonders günstig ist – im Sommer tagsüber oder in seltenen Stunden sogar mit negativen Preisen. Die Realität sah nüchterner aus. Vor allem im Winter, wenn die Wärmepumpe fast durchgehend läuft, waren die Preise oft höher als im Fixmodell. „Nach einem Jahr habe ich unterm Strich mehr bezahlt als mit einem festen Tarif“, so sein Fazit. Für ihn bleibt der dynamische Tarif ein spannendes Experiment, vor allem in Kombination mit dem E-Auto – aber sicher kein Allheilmittel für jedermann.

Fazit: Viel Aufwand, viel Gewinn?

Das Gespräch zeigte, wie wichtig zuverlässige Handwerker und gute Planung sind. Auch wenn moderne Systeme technisch ausgereift erscheinen, sind im Alltag Anpassungen, Recherche und eigenes Ausprobieren notwendig – etwa bei der Softwareanbindung zwischen Wallbox, PV-Anlage und Speicher. In puncto Rentabilität ergaben die Erfahrungen, dass sich eine Anlage nach zehn bis zwanzig Jahren amortisieren kann, abhängig vom Nutzerverhalten, der Strompreisentwicklung und der gewählten Technik.

Thomas sagt klar: Er würde es jederzeit wieder machen. Autarkie, weniger Kosten, kleiner CO₂-Fußabdruck – das Ergebnis lohnt sich seiner Meinung nach.
Und ich? Ich sehe das genauso, aber eben mit besonderem Fokus auf den Aspekt E-Auto. Ja, man muss tüfteln, ausprobieren, auch fluchen. Aber es macht Spaß, und es fühlt sich gut an, wenn man den eigenen Strom vom Dach ins Auto und in die Wohnung bringt. Den Spaß lassen wir uns auch von Frau Reiche nicht verderben.

👉 Wer in die eigene Energiewende startet, sollte Geduld, Neugier und ein bisschen Humor mitbringen. Dann kann aus dem Zusammenspiel aller Energiekomponenten auch eine Erfolgsgeschichte werden.

Praxis-Tipps

  • Dach statt Speicher, meint Thomas: Erst so viele Panels wie möglich, Speicher kann man nachrüsten.
  • Klein anfangen: Erfahrungen sammeln, dann erweitern.
  • Software im Blick behalten: Jede Komponente bringt ihre eigene App mit. Wer glaubt, die harmonieren perfekt, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

https://9vor9.podigee.io/184-effiziente-nutzung-solarenergie

#9vor9 #App #EAuto #Energiemanagement #Ladelust #Podcast #PVAnlage #Software #Solarenergie #Stromtarif #Wallbox #Wärmepumpe

A conceptual advertisement showcasing a whimsical and symbolic orchestra where traditional instruments are replaced with sustainable energy technologies—solar panels, heat pumps, batteries, an electric car, and a smart meter—representing a shift towards renewable energy. The musicians, a diverse group of men and women, are depicted playing these energy devices, and the conductor playfully juggles cables instead of a baton, creating a humorous and visually striking metaphor for a sustainable future. The background subtly displays the hashtag "#Ladelust" in a modern, clean font, while the lighting is soft and diffused, creating a dreamlike atmosphere with a vibrant color palette of greens, blues, and yellows, evoking a feeling of optimism and innovation for a brand promoting electric vehicle charging solutions.
DigitalNaiv = Stefan PfeifferDigitalNaiv
2025-08-08

Nach dem Urlaub kommt der Realitätscheck: @larsbas und ich sind mit frischem Elan aus der Sommerpause zurück. lebt – wir bringen die unter die Leute. Lars läutet das Ende der Pause ein, mit seinen Erfahrungen im E-Auto-Urlaub. Ich gebe wie immer meinen Senf dazu.

stefanpfeiffer.blog/2025/08/08

2025-08-08

Ladelust oder Stehparty am Ladepark? Lars auf dem Weg nach Föhr #Entspannt bei #9vor9

Nach dem Urlaub ist vor dem Realitätscheck – und genau deshalb melden Lars und ich uns mit frischem Elan aus der Sommerpause zurück. Ja, #9vor9 lebt noch, diese seriöse Sendung, in der wir höchst politisch korrekt mal wieder die „Ladelust“ unters Volk bringen wollen. Ob man uns ironiefrei erträgt? Fraglich. Aber wie sagt Lars so schön: „Ich läute mal das Ende der Sommerpause ein.“ Klar, mit seinen Erfahrungen im Urlaub mit dem E-Auto.

https://youtu.be/UfqEVkO_3Eo

Sommer, Sonne, Laden – und Warten an den Ladesäulen

Auch Lars war im Norden unterwegs, auf Föhr, mit dem E-Auto. Klingt idyllisch, wenn man den Deich vor Augen hat, weniger, wenn man an den deutschen Ladeparks vorbeischlängelt. Immer wieder hieß es, auf einen freien Ladeplatz warten. Mit dem E-Auto auf große Fahrt? Das ist nicht nur #Ladelust, das ist auch ein bisschen #LadeGeduld gefragt. Aber unser Lars ist ja eine Ausgeburt an Geduld, ein Stoiker vor der Herrin sozusagen.

Und wer jetzt meint, die viel beklagte Ladesäulen-Auslastung sei das Hauptproblem für E-Auto-Fahrer, bekommt Zahlenfutter: Im Alltag sind die meisten Ladesäulen in Deutschland nämlich eher leer als überbelegt – bundesweit liegt die zeitgleiche Auslastung im Schnitt bei nur rund 17 %; viele Ladepunkte werden laut aktuellen Analysen sogar gar nicht genutzt.

Und dann ist da noch unsere rein subjektive Feldstudie entlang deutscher Eigenheime: Beim Spaziergang durch Wohngebiete fühlt es sich inzwischen so an, als ob immer mehr Wallboxen zu sehen sind. Gefühlt hängt an vielen Häuserwänden ein schickes Ladegerät. Schon interessant: Während die öffentliche Ladeinfrastruktur weiterhin Anlass für Stammtischwitze liefert, rüsten sich viele Privatpersonen wohl längst eigenverantwortlich für die Elektrozukunft. Vielleicht ist das die eigentliche Mobilitätswende …

Auch bei mir läuft ja jetzt endlich auch die eigene Wallbox, auch wenn sich meine eigentlich simple Hoffnung auf eine heimische Wallbox schnell in eine Odyssee verwandelt hat – Stichwort: Handwerker-Termin? Ein seltener Glückstreffer! Ob Verzögerung, mangelnde Verfügbarkeit, mangelnde IT-Kenntnis oder unerwartete Einbauhürden – das ganze Projekt mutiert vom vermeintlichen Komfort-Upgrade zum Geduldsspiel. Nun scheint es zu laufen. Knock on Wood.

Im Norden viel E-Autos

Zurück zu dem Lars seinen Ferien … Pünktlich zur Urlaubssaison stauen sich die E-Autos an den Schnellladeparks zwischen Hamburg, Sylt und nordischen Fjorden: Denn gerade dort, wo E-Autos besonders verbreitet sind – etwa im Norden Deutschlands und in Skandinavien, wo Norwegen mit unfassbaren 89 % Elektro-Anteil an den Neuzulassungen jetzt endgültig den Weltmeister gibt –, merkt man schnell, dass es durchaus mit dem Laden klappt.

Bleibt da nur das deutsche Dauerbrennerthema der „Reichweitenangst“. Während in Norwegen längst entspannt geladen wird, zittert hierzulande fast jede/r Zweite vor leerem Akku – und das trotz moderner Modelle, die längst echte Langstrecken schaffen. Die Angst im Kopf fährt bei vielen eben doch noch mit. Dabei kostet der Bleifuß vieler Autofahrerinnen und Autofahrer und nicht die Klimaanlage wirkliche Reichweite. Doch langsam scheint Licht am Ende des Tunnels in Sicht.

Die großen Mythen der E-Mobilität

Krisenjahr 2024, schreibt die Zeit zum Thema E-Mobilität. 2023 wurden noch über eine halbe Million E-Autos verkauft, 2024 dann – plumps! – nur noch 381.000. Wer hätte gedacht, dass die deutsche Lust auf Elektro mobil so schnell nachlässt? Nein, an der gestrichenen Förderung liegt es sicher nicht … Und jetzt, 2025, gibt’s plötzlich Frühlingsgefühle: Da sind in den ersten sechs Monaten wieder 17,8% der Neuwagen voll elektrisch. Und: Fast jeder fünfte im Juli zugelassene Neuwagen fährt elektrisch.

Diverse Gründe? Rabatte, günstigere Leasingangebote und … Flottengrenzwerte. Unternehmen integrieren E-Autos immer stärker in ihre Flotten, weil es Abschreiberegelungen gibt. Das sorgt eben alles dafür, dass es jetzt ein bisschen bergauf geht. Die Stimmung gegenüber E-Autos dreht sich wohl auch so ein bisschen, auch wenn die Deutschen weiterhin gespalten sind.

Ironie des Marktes: Tesla taumelt, Modelle des VW-Konzerns verkaufen sich

Und dann diese Wendung im Verkauf von E-Autos: Tesla, einst als Prophet der Autobranche gefeiert, kassiert einen Umsatzdämpfer nach dem nächsten. Sollte uns das jetzt traurig machen? Nicht wirklich, Elon schielt Richtung Mars, aber irdisch läuft es wohl gerade nicht mehr ganz so spacig. Dafür feiert ausgerechnet die alte Diesel-Truppe der Volkswagen-Gruppe mit ihren E-Modellen neue Absatzrekorde. Manchmal laufen die Dinge schon komisch.

Für ein Fazit ist es zu früh, aber am Ende bleibt: Die Fahrt nach Föhr hat halt ein paar Ladestopps mehr – was soll’s! Ob die Reise nun ein Stündchen länger dauert, interessiert am Ende vor allem den eigenen Entspannungspegel. Die Anzahl, die viele wie Lars oder auch ich wirklich Langstrecke fahren, ist überschaubar. Und im Alltagsbetrieb mit kleineren und mittleren Erfahrungen macht mir das E-Auto einfach Freude.

Stimmen aus der Berliner FritzBox!

Auch wenn Friedrich Merz aus der Berliner FritzBox! mit den Tipps von gestern um die Ecke biegt, „Technologieoffenheit“ anmahnt und vor einer zu engen Fokussierung auf das Elektroauto warnt, scheint sich viel Richtung E-Auto zu bewegen. Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin: Trotz Krisengerede und gelegentlicher Rückwärtsfahrer auf der politischen Bühne bewegt sich der Trend tatsächlich nach vorne, und immer mehr Deutsche fahren elektrisch. Vielleicht ist das die leise, entspannte Revolution – nicht laut, nicht radikal, aber spürbar. Mehr und mehr rollt der deutsche Alltag auf Strom.

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A vibrant green banner displays "#Ladelust". The artwork presents a whimsical scene of a futuristic solar garden, with oversized sunflowers featuring solar panels in their centers. Small, sleek vehicles navigate a winding path lined with these unique floral structures, set against a backdrop of rolling hills and a pastel sunset. The entire composition evokes a sense of eco-friendly innovation and playful design.

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