@Giliell
Eine genauer und allgemein akzeptierter Begriff von #Antisemitismus wäre immens wichtig.
Leider nutzt ein Großteil der Politik zur Definition noch nicht die "Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus" (#JDA), sondern die "Arbeitsdefinition Antisemitismus" der #IHRA, die ganze zwei Drittel ihrer Antisemitismus-Beispiele am Staat #Israel festmachen möchte.
Das hat Folgen. Das stete Bemühen, jedwede Verurteilung der Verletzung internationalen Rechts durch Israel umgehend als "antisemitisch" zu denunzieren, hat den Begriff erheblich geschwächt, und nimmt Jüdinnen und Juden weltweit in Mithaftung für das Handeln der israelischen Regierung, Tag um Tag.
Der Versuch etwa, schon die Erwähnung von mehr als 18.000 in Gaza von Israel getöteten Kindern um jeden Preis zu unterbinden, und jedes Wort dazu realitätsverweigernd als Widerkäuen antisemitscher Stereotype vom "Juden als Kindermörder" zu denunzieren, führt allenfalls zu kognitiver Dissonanz.
Die Leichen der Kinder verschwinden davon nicht, und von ihrem Blut an unseren Händen lenkt auch der Verweis auf die Hamas nicht wirklich ab. Denn wir helfen nach Kräften mit, beim Töten – und alle wissen es.
Langsam ändert sich hier etwas, und Partei um Partei nimmt die JDA zumindest stärker zur Kenntnis, oder schließt sich ihr an. Wir sollten die Beschäftigung mit der JDA daher wieder und wieder empfehlen.